SCHREIBEN UND GESTALTEN

Klassen 5 bis 8, Klassen 9 und 10, Kursstufe
Einzel- oder Gruppenteilnahme (max. 3 Personen)

Recherchieren, interpretieren, präsentieren… Wählt unter den verschiedenen Aufgaben aus, was Euch am meisten interessiert, und gestaltet Euer eigenes Projekt.

Download: Teilnahmeformular

Einsendeschluss des Wettbewerbs war der 23. April 2021.
Eine Teilnahme ist leider nicht mehr möglich.

Das waren die Aufgabenstellungen für die verschiedenen Klassenstufen.

 

 

 

Klassen 5 bis 8

1. Roboter unterwegs

Die Idee des vom Menschen geschaffenen Menschen hat besonders in Prag/Praha eine lange Tradition. So kennt man seit dem frühen Mittelalter den berühmten Golem, der aus Lehm geschaffen seinem Schöpfer dient. Die Brüder Karel und Josef Capek verwendeten am Anfang des 20. Jahrhunderts zum ersten Mal den Begriff Roboter. Die in ihrem Theaterstück vorgestellten „Roboti“ sind Kunstmenschen, hergestellt aus synthetischem Protoplasma. Die Bezeichnung „Roboter“ wurde dann bald auch auf die Vorstellung mechanisch konstruierter Automaten übertragen. Fast immer steckt hinter dem Roboter die Idee, den Menschen unangenehme, unmögliche oder gefährliche Arbeit zu ersparen. In vielen Geschichten wird die Spannung gesteigert, indem diese Androiden ein Eigenleben entwickeln und sich unabhängig machen von ihren Schöpfern.

Aufgabe: Schreibe ein Märchen, das die Geschichte (Entstehung, Funktion) eines Roboters erzählt, der in Prag unterwegs ist und durch seine besonderen Fähigkeiten zur großen Hilfe wird. Lass deine Geschichte in Prag in bekannten Straßen und Gassen, auf berühmten Brücken oder in historischen Bauwerken spielen. Orientiere dich an den Merkmalen einer Märchenerzählung.

2. Der Wolf – böse oder einfach nur wild?

Der Wolf zählt zu den bekanntesten Wildtieren. Er gilt in Märchen als „das böseste aller Tiere“ und wurde in Westeuropa ausgerottet. Wölfe leben meist in Familienverbänden. Ihre Hauptbeute sind mittelgroße bis große Huftiere, vor allem Rehe, Rothirsche und Wildschweine. Aber auch kleinere Tiere stehen auf der Speisekarte. Sind Nutztiere wie Schafe oder Ziegen nicht ausreichend geschützt, kann es passieren, dass der Wolf auch hier Beute macht.
Seit mehreren Jahrzehnten sehen mehr und mehr Menschen im Wolf nicht mehr das dämonische Tier, sondern eine schützenswerte bedrohte Art, die eine wichtige Aufgabe im Gleichwicht der Lebensgemeinschaft in den Wäldern hat.
Seit 1998 gibt es auch in Deutschland wieder Wölfe. Ihre Gesamtzahl schätzen Experten auf ca. 300, ein Bruchteil der insgesamt ca. 20.000 Wölfe, die in Osteuropa und Russland zu Hause sind.

Aufgabe: Erstelle eine multimediale Präsentation (ca. zehn Folien) mit Bildern über Wölfe im östlichen Europa. Durch deine Bildauswahl und kurze Begleittexte sollen verschiedene Gesichtspunkte des Themas zum Ausdruck kommen: „Der Wolf – böse oder einfach nur wild?". Formuliere zum Abschluss der Präsentation auch deine eigene Meinung über Wölfe. Gib die Bild- und Informationsquellen an.

↘ Tipp: Überlege dir, ob der Wolf eher eine Gefahr (z. B. für Nutztiere) ist oder eine vom Aussterben bedrohte Art.

3. (D)ein ganz spezieller Food-Blog

Ein leckeres, vor allem in Osteuropa weit verbreitetes Gericht sind Kolatschen, ursprünglich ein rundes Gebäck mit Mohn-, Quark- oder Pflaumenmusfüllung. Das Gebäck wurde und wird zum Teil immer noch gern bei Hochzeitsritualen verwendet. Dabei gibt es neben der osteuropäischen Backtradition besondere „ländereigene“ Kolatschen. Die deutschsprechenden Juden Südrusslands entwickelten noch einmal eine eigene Tradition, die sie als Auswanderer auch auf den amerikanischen Kontinent mitnahmen.

Aufgabe: Gestalte zwei bis vier Seiten in Form eines Food-Blogs. Diese sind – wenn gut gemacht – kleine Kunstwerke: bunt, kreativ und liebevoll gestaltet. Gemeinsam ist ihnen, dass sie Rezepte, Hintergrundinformationen, manchmal begleitende Geschichten und natürlich tolle Fotos zeigen. Biete also nicht nur das Rezept und Fotos von deinem Backen und Backergebnis, sondern schreibe auch etwas zum geschichtlichen, geografischen oder kulturellen Hintergrund. Vielleicht magst du dich als backfreudige Autorin bzw. backfreudigen Autor fotografieren und dich vorstellen. Du kannst auch Bilder von deinen Freunden, der Familie oder Klassenkameraden beim gemeinsamen Backen und Essen aufnehmen. Deinen Blog musst du nicht „hochladen“: Du kannst zwei bis vier Papier-Seiten wie einen Blog gestalten und einreichen.

↘ Tipp: Finde eine persönliche Note – dein Blog soll ja gelikt werden und besonders sein ;-)

4. Boote am Rigaischen Strand

Die in Riga geborene Künstlerin Ida Kerkovius (1879–1970) begann ihre künstlerische Ausbildung als junge Frau an einer privaten Schule in ihrer Heimatstadt Riga, bevor sie an die Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste kam, um ihre leuchtende, farbfrohe Malweise weiterzuentwickeln. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte ein Bombenangriff das Stuttgarter Atelier von Kerkovius vollständig, viele ihrer Bilder und Arbeiten wurden dabei vernichtet. Nach 1945 setzt sie ihre künstlerische Arbeit fort. Formal sind die Bilder der Künstlerin der Malerei des Expressionismus zuzuordnen. Bis zum Ende ihres Lebens arbeitete Kerkovius, obwohl von schwerer Krankheit gezeichnet, ungebrochen an ihrem Werk weiter. Ida Kerkovius' letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Waldfriedhof Stuttgart. Sie gehört heute zu den führenden Vertreterinnen der Klassischen Moderne in Deutschland.

Aufgabe: Betrachte das Bild „Boote am Rigaischen Strand“ auf der Bilderwand folgender Seite: www.ida-kerkovius.net/seite-147.html Stell dir vor, die Künstlerin schreibt einer Freundin in Stuttgart einen fiktiven Brief, in dem sie schildert, wie das Bild zustande gekommen ist und welche Erlebnisse und Eindrücke sie mit der Hafenstadt Riga verbindet: Wie ist das Bild entstanden? Was hat sie an der Situation fasziniert? Was hat sie gesehen? Mit wem hat sie gesprochen? Was soll das Bild ausdrücken? Der Brief soll handschriftlich verfasst sein.

Klassen 9 und 10

1. Eine Region – Viele Gesichter

Vor 75 Jahren (1946) bekam das nördliche Ostpreußen um die Stadt Königsberg den Namen „Oblast Kaliningrad“. Es hat eine wechselhafte Geschichte, darunter mehrere Jahrhunderte unter deutscher Herrschaft. In jüngerer Zeit machte die russische Exklave zwischen Polen und Litauen nicht nur mit einer möglichen Rück- oder Umbenennung (z. B. auch Kantgrad nach ihrem berühmtesten Einwohner) von sich reden, sondern auch als attraktives, aber nicht einfaches Reiseziel mit vielfach besonderem Status.

Aufgabe: Informiere dich über die Region mit den vielen „Gesichtern“ und erstelle dann eine Pecha-Kucha-Präsentation über Königsberg/Kaliningrad. Eine Pecha-Kucha-Präsentation ist eine multimediale Präsentation mit klaren Vorgaben: Gefordert sind zehn bildorientierte Folien (kaum/wenig Text), die immer nach 20 Sekunden (automatisch) weiterlaufen, so dass die Präsentation nach 3:20 Minuten beendet ist. Der begleitende Textvortrag soll kurzweilig, prägnant, interessant und spannend dargestellt werden. Einzusenden sind die multimediale Präsentation und ein Video des Vortrags.

↘ Tipp: Die folgende Internetseite hilft dir beim Einstieg in diese Präsentationsform: www.betzold.de/blog/pecha-kucha

2. Auf nach Rijeka!

Rijeka ist europäische Kulturhauptstadt 2020. Die Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres fand am 23. Februar 2020 zusammen mit dem berühmten Karneval von Rijeka statt. Die Hafenstadt an der Kvarner Bucht gilt als das Tor zu den Inseln Kroatiens. Ihr historisches Zentrum mit den vielen herrschaftlichen Gebäuden aus der habsburgischen Ära hat viel Flair; die auf einem Hügel gelegene Burganlage Trsat bietet einen weiten Blick auf die Küste.

Aufgabe: Angeregt durch dieses Event, hat sich deine Klasse dazu entschlossen, im kommenden Frühsommer die anstehende Klassenfahrt nach Rijeka zu unternehmen. Du bist federführend für die Planung des Kultur- und Freizeitprogrammes zuständig, für das du auch die Kosten berücksichtigen sollst. Entwirf eine illustrierte Broschüre für den nächsten Elternabend, um für die Zustimmung zur Fahrt zu werben. Du kannst – außer der Kostenberechnung – folgende Programmpunkte ausarbeiten: die besondere geografische Lage, Rijekas bewegte Geschichte, Aktivitäten am und im Meer, Sehenswürdigkeiten, den Karneval von Rijeka und weitere Bräuche. Verwende Bild- und Textelemente für deine ca. vier- bis sechsseitige Broschüre. Achte darauf, eigene Texte zu verfassen, und gib deine verwendeten Quellen an.

3. Verreisen – Fairreisen

„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“ Dies ist eine sicherlich unumstrittene Weisheit von Johann Wolfgang von Goethe. Das Reisen verbindet Menschen und Kulturen, schult die Toleranz, baut Ängste vor Fremd- und Anderssein ab und schafft somit Voraussetzungen für ein friedliches Miteinander. Bei Klassen- und Jugendreisen sind die Metropolen unserer Nachbarn im Osten immer mehr im Trend. Es finden sich zahlreiche Angebote für Bus-, Bahn- oder Flugreisen, beispielsweise nach Breslau/Wroclaw, Pressburg/Bratislava oder Riga/Riga. Der ökologische Fußabdruck verschlechtert sich allerdings durch jede Reise und stellt zunehmend neue Anforderungen an deren Gestaltung. Diese Kontroverse gilt es in einer Debatte gründlich zu beleuchten. „Jugend debattiert“ ist ein Wettbewerb, der jährlich landes- und bundesweit in Deutschland, aber auch international in zehn Ländern Mittel- und Osteuropas ausgeschrieben wird. Die Idee dahinter ist, junge Menschen dazu zu befähigen, kritische Fragen zu stellen, ihre Meinung zu sagen und sich mit den Standpunkten anderer fair und sachlich auseinanderzusetzen. Beim Debattieren lernen Menschen zuzuhören und über den eigenen Horizont hinauszublicken.

Aufgabe: Informiere dich über die Regeln von „Jugend debattiert“ (www.jugend-debattiert.de). Verfasse nach diesen sowohl für die Pro- als auch für die Kontraseite eine Rede (je zwei Minuten) für die Eröffnungsrunde zu folgendem Debattenthema: „Kann der positive Sinn und Zweck des Reisens mit einem guten Umwelt-Gewissen in Einklang gebracht werden?“. Einzureichen sind der ausformulierte Text der Reden und eine Audio-Aufnahme.

4. Russisch-Jüdische Gegenwart in Deutschland

Nach dem Ende des Kalten Krieges kamen vermehrt Menschen aus den Ländern des östlichen Europas nach Deutschland, insbesondere Spätaussiedler und Menschen jüdischen Glaubens. Seitdem nimmt die Zahl der in Deutschland lebenden Juden wieder zu. So durften ab 1991 Juden aus der Sowjetunion bzw. ihrer Nachfolgestaaten nach Deutschland einreisen, zwischen 1991 und 2004 über 200.000 Menschen. Viele von ihnen schlossen sich den jüdischen Gemeinden in Deutschland an, die mittlerweile über 100.000 Menschen umfassen. In letzter Zeit ist die Zahl etwas rückläufig.

Aufgabe: Informiere dich über jüdische Zuwanderer in Deutschland (etwa beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, www.bamf.de) und über jüdisches Leben in Deutschland (etwa beim Zentralrat der Juden in Deutschland, www.zentralratderjuden.de). Recherchiere außerdem Berichte von Juden, die aus Russland nach Deutschland kamen. Einen möglichen Ausgangspunkt deiner Recherche findest du bei den Artikeln, die Karen Körber bei der Bundeszentrale für politische Bildung (www.bpb.de) veröffentlicht hat. Erstelle nun eine Reportage für eine Schülerzeitschrift, die anschaulich und mit Bildern und Graphiken versehen ist, über das Thema „Russisch-Jüdische Gegenwart in Deutschland“.

↘ Tipp: Entnimm der Seite www.smv-bw.de/zeitung/schuelerzeitung.htm, wie das Schreiben einer Reportage gelingt.

Kursstufe

1. Koffergeschichten

„Geh deinen Koffer packen!“ Nicht immer beginnt mit dieser Aufforderung eine fröhliche Urlaubsreise. Für Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, bedeutet der Satz Abschiednehmen, ohne zu wissen, ob und wann man zurückkommt, ob man Familie, Freunde oder seinen Herkunftsort wiedersehen wird. Man muss sich die Frage stellen, was man mitnimmt und was man zurücklässt. Nicht selten muss die Entscheidung, was in einem Koffer Platz findet und was nicht, binnen weniger Minuten oder gar Sekunden gefällt werden.

Aufgabe: Recherchieren Sie in Ihrer Heimatregion oder in Ihrer Familie über eine Person, die ihre Heimat verlassen musste und gestalten Sie einen Koffer zu ihrer Geschichte. Füllen Sie ihn mit Dingen, die mitgenommen wurden und verweisen Sie darauf, was zurückgelassen wurde. Wer den Koffer betrachtet, muss verstehen, aus welchen Motiven die Person ging und wohin sie sich wenden wollte. Fotografieren Sie den Koffer und reichen Sie das Foto mit einem kurzen Begleittext im Umfang von ein bis zwei Seiten ein. Neben der Beschreibung der Gegenstände und der Person, die den Koffer gepackt hat, erläutert der Begleittext auch deren Bedeutung für die geflüchtete Person.

↘ Tipp: Unter dem Link https://kw.uni-paderborn.de/fach-kunst/kunst-und-ihre-didaktik-malerei/museumskofferarchiv/ finden Sie Informationen zur Gestaltung von Museumskoffern.

2. Brauchen wir eine neue Ostpolitik?

Die Versöhnungspolitik der Bundesrepublik Deutschland mit ihren östlichen Nachbarn und damit der europäische Friedensprozess liefen in besonderer Weise über die „Neue Ostpolitik“, die von 1969 bis 1974 begonnen hatte, als Willy Brandt Bundeskanzler war. Ein Ergebnis waren die sogenannten Ostverträge, also eine Reihe von Verträgen vor 50 Jahren, die in der Bundesrepublik damals höchst umstritten waren; zum Grundlagenvertrag mit der DDR wurde sogar das Bundesverfassungsgericht angerufen, das darlegte, wie der Vertrag verfassungskonform auszulegen ist. 2018 forderte der deutsche Außenminister Heiko Maas eine „neue europäische Ostpolitik“, um den Gegensatz zwischen den europäischen Zentralstaaten Frankreich sowie dem seit 1990 wiedervereinigten Deutschland und einigen osteuropäischen Ländern aufzuheben, besonders der Visegrád-Gruppe seit 1991 und der Drei-Meere-Initiative zwölf ostmitteleuropäischer Länder von 2015.

Aufgabe: Informieren Sie sich über die Ostpolitik der 1960er-/70er-Jahre und die „neue europäische Ostpolitik“. Verfassen Sie dann einen History Slam. Betrachtet werden sollen:
• die „Neue Ostpolitik“ der Brandt-Ära aus damaliger Sicht der Bundesrepublik Deutschland und der Staaten des östlichen Europa,
• die aktuelle Situation der „neuen europäischen Ostpolitik“ angesichts der Gegensätze von Deutschlands Positionen und jener der Visegrád-Gruppe/Drei-Meere-Initiative,
• Perspektiven für die Zukunft mit einem bewertenden Ausblick.
Der History Slam ist eine Methode, die mittlerweile sogar beim Deutschen Historikertag ihren Platz hat. Es geht um eine drei- bis fünfminütige Darbietung zu dem Thema (vgl. Science Slam, Poetry Slam). Sie sollte pointiert und unterhaltsam sein. Erlaubt sind alle Methoden, die Sie in Ihrer Darbietung unterstützen, z. B. Requisiten oder auch besondere Methoden und zusätzliche Medien bis hin zum Rappen. Eingesendet werden müssen der Text und ein Video.

3. Unterwegs

„Ich bleibe der Fremde im Dorf", der eine Zeit bleibt und dann gehen muss oder will. Mascha Kaléko fasst in der Gedichtzeile ihr Leben zusammen. Geboren 1907 in Chrzanów, zu diesem Zeitpunkt ein Teil der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn, lebte die deutschsprachige Dichterin der Neuen Sachlichkeit in vielen verschiedenen Städten und Ländern. Frankfurt am Main, Marburg, Berlin, New York und Jerusalem waren nur einige Stationen auf ihrem Lebensweg, der 1975 in Zürich endete.

Aufgabe: Interpretieren und vergleichen Sie zwei von Ihnen gewählte Gedichte Kalékos. Stellen Sie dabei einen Bezug zu Kalékos Biografie her.

↘ Tipp: Gedichte finden Sie z. B. unter www.maschakaleko.com/gedichte

4. Der Krieg ist aus. Und jetzt: wohin?

Am Ende des Zweiten Weltkriegs waren neben den über 12 Millionen Deutschen, die aus den östlichen Teilen des Deutschen Reichs oder aus ihren Siedlungsgebieten im östlichen Europa geflüchtet waren oder vertrieben wurden, auch Millionen von verschleppten Menschen in Mitteleuropa unterwegs, die als „Displaced Persons“ (DPs) bezeichnet werden. Dazu zählen Zwangsarbeiter, Überlebende aus den Konzentrationslagern sowie Kriegsgefangene des Deutschen Reiches und seiner Verbündeten. Nach der Befreiung durch die Alliierten fanden sie sich außerhalb der Grenzen ihrer ehemaligen Heimat wieder.

Aufgabe: Informieren Sie sich über DPs, etwa bei der Bundeszentrale für politische Bildung (www.bpb.de) oder im „Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa“ (https://ome-lexikon.uni-oldenburg.de/begriffe/displaced-persons-dps). Recherchieren Sie nach Lebensberichten und verfassen Sie für eine geplante TV-Dokumentation das Drehbuch einer Szene (ca. vier bis sechs Seiten), in der nach Kriegsende DPs mit verschiedenen Schicksalen aufeinandertreffen: Sie reden über ihre Heimat/Herkunft und ihr Schicksal. Außerdem diskutieren sie, wohin sie nach dem Ende des NS-Regimes gehen könnten.