KÜNSTLERISCHES ARBEITEN!

ALLE KLASSEN; EINZEL- ODER GRUPPENTEILNAHME
MIT MAX. 3 TEILNEHMERN


Ihr möchtet Euch auf kreative und künstlerische Art und Weise mit dem östlichen Europa auseinandersetzen? Dann findet Ihr hier bestimmt eine passende Aufgabe.

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Einsendeschluss des Wettbewerbs war der 23. April 2021.
Eine Teilnahme ist leider nicht mehr möglich.

Das waren die Aufgaben:

 

 

 

Alle Klassenstufen

1. Den Wald durchkämmen

Nicht nur im Amazonasgebiet findet man Urwälder mit unberührter Natur und seltenen Tier- und Pflanzenarten. Der Bialowieza-Urwald (Belowescher oder Bialowiezer Heide) ist der letzte Urwald Europas und erstreckt sich über Teile Polens und Weißrussland. Hier leben seltene Tierarten wie der Wisent, hier gibt es Störche und Spechte, dort wachsen über 5000 verschiedene Pflanzenarten, 400 Jahre alte Eichen strecken sich in den Himmel. Das Gebiet steht unter besonderem Schutz und darf nur unter strengen Auflagen betreten werden.

Aufgabe: Stell dir vor, du durchkämmst diesen letzten Urwald Europas. Zeige die Vielfalt des Waldes in einer bunten Malerei. Informiere dich im Internet über die Pflanzen- und Tierwelt des Bialowieza-Urwalds.

↘ Zur Technik: Verwende für deine Malerei wasserlösliche Farben.

2. Schnappschuss aus der Heimat

Oksana Kyzymchuk ist eine in Wolhynien geborene Künstlerin, die sich als Botschafterin der Ukraine versteht. Sie möchte sich selbst als Sängerin, Malerin und vor allem als Fotografin in ihrer Kunst spiegeln und so ist sie von Deutschland aus, wo sie lebt, in ihre alte Heimat gereist. In den Jahren 2010 bis 2016 war sie in den Dörfern der Ukraine unterwegs, sie reiste zurück in die Vergangenheit, zurück in ihre Kindheit. Während dieser Reise fotografierte sie. Mit den dort entstandenen Bildern zeigt sie die Kultur, die Charaktere und das Leben der Menschen in der Ukraine. Mit ihren Fotografien hält sie aber auch ihre persönliche Geschichte und ihre Erinnerungen fest. Die intimen Momentaufnahmen berühren den Betrachter persönlich. Oksana Kyzymchuk erklärt sich die Wirkung der Bilder durch die Gegenstände, die für sich sprechen und den emotionalen Ausdruck der unbearbeiteten Fotografien.

Aufgabe: Mach dich kundig über die fotografische Kunst von Oksana Kyzymchuk, schau dir dazu die Fotos und Interviews mit der Künstlerin im Internet an. (z. B. www.oksana-kyzymchuk.de/Fotografie).
Wähle ein Foto von Oksana Kyzymchuk aus und suche in deinem eigenen Lebensumfeld eine entsprechende (analoge) charakteristische Situation, fotografiere sie und stelle die beiden Bilder
gegenüber.

↘ Zur Technik: Sende die Gegenüberstellung der beiden Fotografien in je mindestens einem DIN A5-Format ein und reiche eine schriftliche Erläuterung (ca. 1 DIN A4-Seite) deiner Arbeit ein.

3. Aufbruchsstimmung

Osteuropa wird bei Backpackern immer beliebter. Landschaftlich zeigt sich die Natur im Osten Europas vielfältig und abwechslungsreich. Mit dem Kanu durch die Seen in Masuren, wandern im bulgarischen Rila-Gebirge, baden an der Schwarzmeerküste, Ski fahren in der Hohen Tatra, klettern in der Böhmischen Schweiz, mit der Transsibirischen Eisenbahn durch Russland, aber auch ein Stadtbummel durch pulsierende Städte wie Budapest, Lemberg/Lwiw oder Krakau/Kraków ist reizvoll.

Aufgabe: Erstelle eine Reiseroute durch Osteuropa, informiere dich hierfür über verschiedene Länder und die Möglichkeiten, die sich für eine Rucksackreise anbieten. Stelle ein Reisegepäck zusammen, das du für deinen Trip benötigst. In deinem Gepäck können sich wichtige Reiseutensilien wie Wanderschuhe befinden, es können aber auch Dinge eingepackt werden, die dir einfach am Herzen liegen.

↘ Zur Technik: Du kannst dein Gepäck malen, zeichnen oder collagieren. Auch die Darstellung als Stillleben ist denkbar. Integriere deine geplante Route in dein Bild. Achte auf eine stimmige Komposition. Das Format sollte nicht größer als DIN A3 sein.

4. Ab-An-Durch-Reise

Der in Stuttgart geborene Architekt Jürgen Mayer H. ist vor allem durch sein „Metropol Parasol“ im spanischen Sevilla bekannt. Zahlreiche seiner skulpturalen Entwürfe entstanden jedoch am östlichsten Zipfel Europas – in Georgien. Jürgen Mayer H. gehört zu den Lieblingsarchitekten des früheren georgischen Präsidenten Micheil Saakaschwili. Als Zeichen des Auf- und Umbruchs ließ Saakaschwili Gebäude entwerfen, von denen aus Menschen unterwegs sind: den Flughafen in Mestia, den Grenzübergang in Sarpi und Raststätten entlang der Autobahn. Helle Materialien und die Verwendung großer Glasflächen zeigen eine deutliche Abkehr von den grauen Betonbauten aus sowjetischer Zeit. „We wanted to open the border as a place to go and meet –?a welcoming sign for a country in dynamic transformation.” (Jürgen Mayer H.)

Aufgabe: Schau dir die Gebäude von Jürgen Mayer H. im Internet an und entwirf ein Gebäude mit skulpturalem Charakter, von dem aus Menschen an-, ab- oder durchreisen.

↘ Zur Technik: Baue ein Modell. Du kannst dafür verschiedene Materialien verwenden (unterschiedliche Papparten, Holz, Rhenalon, Gips, Ton etc.). Sende aussagekräftige Bilder deines Modells ein.

↘ Tipp: Architektonische Beispiele findest du z. B. unter www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/georgien-das-architektonischeerbe-von-saakaschwili-a-929820.html