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Ihr möchtet Euch auf künstlerische Art und Weise mit dem Thema beschäftigen? Dann ist diese Wettbewerbskategorie genau richtig!

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Alle Klassen

1. Selbstbildnis mit...

Wenn Menschen ihre Heimat verlassen, schwingt auch immer die Frage nach der eigenen Identität mit: Was macht mich zu dem, der ich bin? Was macht mich aus? Mit dieser Frage beschäftigen sich auch viele Künstler. Der aus Tapiau/Gwardeisk (früher: Ostpreußen, heute: Russische Föderation) stammende Künstler Lovis Corinth gehört zu den bekanntesten Vertretern des deutschen Impressionismus. Er macht sich immer wieder selbst zum Motiv seiner Gemälde. Im „Selbstbildnis mit Palette“ aus dem Jahr 1923, das in der Stuttgarter Staatsgalerie zu sehen ist, zeigt er sich mit seinem wichtigsten Attribut: Palette und Pinsel.

Deine Aufgabe

Schau dir das „Selbstbildnis mit Palette“ von Lovis Corinth in der „Sammlung Digital“ der Staatsgalerie an (Suchfunktion unter: https://www.staatsgalerie.de/sammlung/sammlung-digital/nc.html). Erstelle ein Selbstporträt, das dich mit deinem wichtigsten Attribut zeigt.

Zur Technik

Du kannst dein Selbstporträt malerisch oder grafisch umsetzen. Möglich sind auch die verschiedenen Drucktechniken. Eine fotografische Vorlage kann
Dich bei deiner Arbeit unterstützen. Nutze ein Format ab DIN A4.

2. Streetart:
Weggehen – Ankommen – Zurückkehren

Streetart: weit mehr als nur Graffiti oder Wandmalereien auf der Fläche. Viele Künstlerinnen und Künstler arbeiten mit Figuren oder Installationen, die sie in belebter Gegend anbringen, um mit den Menschen dort in Kommunikation zu treten. Die Motivation liegt für viele im Spaß an der Sache und auch der Möglichkeit, das eigene Umfeld auf kritische und/oder kreative Weise visuell mitzugestalten.Berühmte Vertreter sind beispielsweise: Mark Jenkins (http://www.xmarkjenkinsx.com/outside.html) oder Slinkachu
(http://www.slinkachu.com/). Betrachte auf den angegebenen Seiten die vielfältige Arbeitsweise dieser Künstler und lasse dich davon anregen, selbst Street-Artist zu werden.

Deine Aufgabe

Informiere dich über Möglichkeiten figürlichen Arbeitens von Streetart. Suche in deinem öffentlichen Lebensumfeld (Schulhaus, Schulhof oder Schulort) nach einer Stelle, die du so gestalten kannst, dass sie eine Aussage macht zum Thema „Weggehen – Ankommen – Zurückkehren. Baden-Württemberg und das östliche Europa“. Kläre unbedingt mit einer Lehrkraft oder deiner Schulleitung ab, ob die Einhaltung aller Rechte und Regeln bei der Anbringung deines Werkes im öffentlichen Raum gewährleistet ist.

Zur Technik

Stelle eine oder mehrere Figuren her und platziere sie so, dass sie Aufmerksamkeit erregen. Welche Reaktionen beobachtest du bei den Betrachtern? Dokumentiere die Entstehung deines Kunstwerkes und möglichst auch die Reaktionen der Betrachter in einem Bericht (ca. 1/2 DIN A4-Seite) und sende diesen mit aussagekräftigen Fotos (mindestens DIN A5) der Figur/Figuren ein.

3. Tracht – in neue Form gebracht

Trachten können als „sichtbar gemachte Heimat“ bezeichnet werden. Die Optik zeigt häufig – quasi in Kurzform – Geschichte, Traditionen oder Landschaften. In typischen Handwerkstechniken gearbeitet, finden sich verschiedene traditionelle Motive, beispielsweise an Bändern, Bordüren, Knöpfen und auf Druckstoffen. Die ungarischen Trachten der Volkstänze, wie beispielsweise des Csárdás, sind besonders variantenreich. Möglicherweise war der in Fünfkirchen/Pécs (Ungarn) geborene Künstler Victor Vasarely (1906-1997), der als Begründer der sogenannten Op-Art gilt, auch davon beeinflusst, als er sagte: „Der Kunstschöpfer ist der intuitive Katalysator aller Informationen seiner Epoche.“ Er bezeichnete seine Form-Farbe-Einheit als „Planetare Folklore“. Mit dieser wollte er den visuellen Bedürfnissen der Menschen gerecht werden. Besonders deutlich wird das beispielsweise beim Titel des Bildes „Folk-Lor“ von 1973.

Deine Aufgabe

Befasse dich mit ungarischen oder ungarndeutschen Trachten. Welche Farben, Formen, Strukturen, Symbole werden verwendet? Arbeite mit einzelnen Elementen in einem Bild weiter im Op-Art-Stil, so dass überraschende oder irritierende Effekte entstehen, die vielleicht sogar Raum oder Bewegung illusionieren.

Zur Technik

Bei der Wahl einer Technik mit Farbe hast du freie Hand; du kannst beispielsweise eine Collage machen oder verschiedene Techniken kombinieren. Arbeite im Format DIN A4.

4. Denk-Mal

Die Geschichten von Menschen, die in der Vergangenheit mit Booten und Schiffen in eine neue Heimat aufbrachen – sei es, um aus dem Land zu flüchten, sei es, um neues Siedlungsland zu finden, waren mit vielen Gefühlen verbunden: Hoffnung, Angst, Unsicherheit. Deutschstämmige Auswanderer brachen schon im 18. und 19. Jahrhundert auf sogenannten „Ulmer Schachteln“ nach Osteuropa auf. Diese Boote bestanden aus einer einfachen Holzkonstruktion, sie trieben auf der Donau stromabwärts und wurden mit langen Stäben gelenkt. Heute, im Zeitalter der Globalisierung und weltweiter Fluchtbewegungen, ist „das Boot“ ein Sinnbild für Migration: für Hoffnung und auch für Elend und Leid.

Deine Aufgabe

Setze den Migranten ein Denkmal, das die Aspekte Hoffnung und Leid aufnimmt. Entwirf und gestalte eine Schiffsplastik für eine bestimmte Region oder für einen konkreten Ort. Du kannst dich geschichtlich und/oder aktuell orientieren. Überlege dir, wo und aus welchem Grund du deinen Platz gewählt hast, und schaffe mit deinem Denkmal eine Verbindung zu dem vorgesehenen Standort.

Zur Technik

Du kannst mit verschiedenen Materialien arbeiten und diese kombinieren: Holz, Ton, Gips, Modelliermasse. Stelle deine Plastik auf einen Sockel und fotografiere sie. Die Einsendung erfolgt über aussagekräftige Fotografien. Erkläre auf einem Beiblatt (max. 1-2 DIN A4-Seiten) dein Konzept und den Hintergrund deines Objektes.