Wer? Wie? Wo? Was?
Deutschsprachige Siedlerinnen und Siedler:
Schon im Mittelalter (11.-15. Jahrhundert) wanderten deutschsprachige Bauern, Handwerker und Bergleute in Gebiete des heutigen Sloweniens, Kroatiens und Bosnien und Herzegowinas ein.
Die meisten deutschsprachigen Siedlerinnen und Siedler kamen im 18. und 19. Jahrhundert. Die damaligen Herrscher über die Gebiete, die Habsburger, warben Menschen zum Beispiel aus dem heutigen Baden-Württemberg an.
Wichtige Siedlungsgebiete waren:
- die Gottschee, im slowenischen Südosten,
- Slawonien mit Zentrum in Esseg/Osijek, im Osten Kroatiens und
- deutsche Dörfer in Bosnien, wie Windthorst/Nova Topola im Norden des Landes.
Was änderte sich durch den 2. Weltkrieg:
Nach dem deutschen Angriff auf Jugoslawien 1941 gerieten auch die Siedlungsgebiete unter den Einfluss der Nationalsozialisten. Infolgedessen wurden die Angehörigen der deutschen Minderheiten zum Teil umgesiedelt. Nach Kriegsende mussten sie fliehen oder wurden vertrieben. Verbliebene Deutsche wurden enteignet, verfolgt und/oder in Lager gebracht, in denen sie oft Zwangsarbeit leisten mussten.
Sie ließen sich vor allem in Deutschland und Österreich nieder, einige auch in den USA.
Und heute?
Heute leben nur noch ein paar wenige Tausend Deutsche in Slowenien, Kroatien und Bosnien und Herzegowina.